Garten der Trüffel & anderer Lüste
Baumpatenschaft 02 | Trüffel | Périgord Schwarz | Tuber Melanosporum
Baumpatenschaft 02 | Trüffel | Périgord Schwarz | Tuber Melanosporum
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Périgord-Schwarztrüffel ist ein Projekt unter der Oberfläche. Eine Patenschaft für Tuber melanosporum heißt: Wirtbaum, Mykorrhiza und Bodenleben über Jahre begleiten – naturnah, handwerklich, mit Blick auf das, was der Klimawandel aus unseren Jahreszeiten macht. Und wenn die Saison kommt, kannst du bei der Suche dabei sein – und bekommst die Trüffel aus deinem Patenbereich.
Der Périgord-Schwarztrüffel ist kein „Produkt“, das man einfach anbaut. Er ist ein Zusammenspiel: Bodenstruktur, Kalk, Luft, Wasser, Feinwurzeln – und ein Pilz, der nicht sichtbar arbeitet, bis er irgendwann sichtbar wird. Wir behandeln diese Fläche wie ein lebendes Atelier: beobachten, justieren, pflegen, dokumentieren. Naturnah, handwerklich, mit Respekt vor allem, was sich nicht beschleunigen lässt.
Und ja: Trüffel bleibt ein Experiment – weil Klima, Bodenleben und Jahresverläufe nie identisch sind. Gleichzeitig ist es ein Experiment mit guter Erfolgswahrscheinlichkeit, weil wir nicht „auf Glück“ setzen, sondern auf die Dinge, die Trüffel nachweislich brauchen: passende Wirtbäume, stabile Mykorrhiza, gutes Wassermanagement und konsequente Pflege.
Mykorrhiza – die Verbindung, ohne die nichts passiert
Tuber melanosporum bildet Ektomykorrhiza: Der Pilz umhüllt die Feinwurzeln seines Wirtbaums. Der Baum profitiert dabei von verbesserter Aufnahme von Wasser und Nährstoffen; der Pilz bekommt im Gegenzug Kohlenhydrate aus der Photosynthese. Kurz gesagt: Ohne stabile Mykorrhiza entstehen keine Trüffeln.
Wirtbäume bei uns
Wir arbeiten mit mykorrhizierten Jungpflanzen und setzen auf:
Steineiche (Quercus ilex), Flaumeiche (Quercus pubescens), Hainbuche (Carpinus betulus), Haselnuss (Corylus avellana).
Welche Baumart du bekommst, entscheiden wir nach dem Kauf gemeinsam per persönlicher E-Mail(Verfügbarkeit, Zielbild der Fläche).
Saison & Erntefenster
Der Périgord-Schwarztrüffel ist ein Wintertrüffel – das Erntefenster liegt typischerweise zwischen Mitte Dezember und Mitte März (regional können Regeln/Zeiträume variieren).
Sobald es die Saison erlaubt, machen wir Erntetage.
Egal welche Variante du buchst: Du kannst bei der Suche dabei sein. Und wenn in deinem Patenbereich (Wirtbaum + definierte Suchzone) Trüffel gefunden werden, bekommst du genau diese Trüffel.
Wichtig, transparent: Trüffel hängen nicht wie Äpfel sichtbar an einem einzelnen Baum – sie entstehen im Boden in einem Bereich, den wir für jede Patenschaft klar definieren. So bleibt es fair.
Wenn du nicht vor Ort sein kannst:
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Bei Support sind Verpackung/Versand später zubuchbar.
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Bei Premium sind Verpackung/Versand im vereinbarten Rahmen inklusive.
Preise & Laufzeiten
Trüffelpatenschaft – Basis
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1 Jahr: 239 €
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3 Jahre: 649 €
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5 Jahre: 999 €
Enthalten: Urkunde (digital) · mind. 2 Saison-Updates/Jahr · Pflege-/Kontrollbeitrag (Wirtbaum, Boden, Mykorrhiza) · Teilnahme an Erntetagen · Trüffel aus deinem Patenbereich (wenn vorhanden).
Wenn du nicht kommen kannst: Reinigung/Verpackung/Versand zubuchbar.
Trüffelpatenschaft – Premium
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1 Jahr: 349 €
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3 Jahre: 949 €
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5 Jahre: 1.399 €
Enthalten: alles aus Support · mind. 4 Saison-Updates/Jahr · Baumschild mit Name/Widmung · falls du nicht kommen kannst: Reinigung/Verpackung/Versand inklusive (im vereinbarten Rahmen).
Juni-Regen, Klimawandel
Bei Trüffeln ist Regen im Juni nicht „romantisch“, sondern oft biologisch taktisch: In der Zeit von späten Frühjahrs- bis Sommerphasen baut der Wirtbaum viel Feinwurzel auf – genau dort sitzt die Mykorrhiza. Gleichmäßige Bodenfeuchte kann diese Feinwurzelbildung und die Aktivität des Pilzgeflechts (Myzel) unterstützen. In Feldstudien zeigt sich z.B., dass Bewässerung/ Wasserangebot in bestimmten Perioden (u.a. Mai–Juli) die Mykorrhiza-Besiedlung fördern kann.
Und jetzt der größere Rahmen: Klimawandel heißt in vielen Trüffelregionen heißere Sommer und weniger Regen – genau das trifft die Fruchtkörperbildung empfindlich. Es wird sogar projiziert, dass T. melanosporum-Produktion ohne Ausgleichsmaßnahmen (z.B. mehr Bewässerung) deutlich zurückgehen kann; außerdem wird beschrieben, dass Erträge in Europa stark mit Sommerregen korrelieren.
Das ist auch der Grund, warum wir „Rain Drops of June“ nicht als Metapher benutzen, sondern als Erinnerung: Wasser zur richtigen Zeit ist Teil der Ästhetik – weil es Teil der Biologie ist.
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